• carolinehoechtl

Angst vor Entscheidungen

Fällt es dir auch oft so schwer Entscheidungen zu treffen? Du hast Angst dich falsch zu entscheiden. Du zerbrichst dir stundenlang den Kopf und kommst doch zu keinem Ergebnis. Du hörst dir verschiedene Meinungen an und denkst du bist zu einer Entscheidung gekommen, aber dann zweifelst du doch wieder!


Eine klare innere Haltung kann so viel bewegen. Sie hat die Macht zu steuern wie Menschen mit dir umgehen. Andere Mensche spüren instiktiv was du tolerierst und was nicht. Ob du selbstbewusst und stabil hinter dem stehst was du sagst, oder ob du innerlich wackelst.

Durch eine klare innere Entscheidung steuerst du welche Menschen und Erfahrungen du in dein Leben ziehst. Innere Klarheit gibt Stabilität und Halt. Das ist unglaublich kraftvoll.


Warum haben manche Menschen Angst vor Entscheidungen?


An der Angst vor Entscheidungen sieht man wie gewohnt wir es sind fremdbestimmt zu sein. Es ist für uns so normal dass andere Personen oder Umstände uns steuern, dass wir es verlernen selbst zu steuern. In der Kindheit waren es unsere Eltern, dann äußere Umstände wie Schule oder Arbeit, dann haben uns eigene Kinder oder der Partner mit ihren Bedürfnissen wieder beeinflusst. Wenn du dann einmal vor einer Entscheidung stehst und sozusagen dein Leben selbst steuern kannst weil es nicht gesteuert wird, fühlst du dich zunächst einmal überfordert weil du das gar nicht kennst.


Ich glaube warum ich nicht mehr Angst vor Entscheidungen habe und es mir leicht fällt zu entscheiden, ist weil ich mich stattdessen freue selbst zu steuern in welche Richtung sich mein Leben weiter entwickelt. Die innere Klarheit zu erlangen, zu wissen was man will und was man nicht will, ist unbezahlbar, weil man selbstbewusst Ja oder Nein sagen kann, ohne ewige Selbstzweifel. Diese innere Klarheit kannst du dir auch wieder antrainieren, das ist Übung und es ist der Prozess sich selbst kennen zu lernen.


Doch was tun wenn du jetzt keine innere Klarheit hast und nicht weißt was richtig ist?


Zunächst einmal glaube ich nicht, dass es nicht immer ein Richtig und ein Falsch gibt. Das ist ein Druck, den du dir selbst machst und daher kommt die Angst vor Entscheidungen. Aber manchmal gibt es kein objektives Richtig und Falsch. Was für jemand anderen richtig ist, muss noch lange nicht richtig für dich sein.

Frage dich stattdessen lieber: wer will ich sein? Wer werde ich sein wenn ich Option A wähle? Wer werde ich sein wenn ich B wähle? Oft ist es mehr eine Entscheidung welchen Weg du weitergehen willst wer du zukünftig sein willst, als ein Richtig oder Falsch.

Und wenn du dich entschieden hast, dann ist es oft einfach ein Sprung ins kalte Wasser. Den Weg selbstbewusst weiter zu gehen und es einfach wagen etwas Ungewohntes zu tun.


Unterschiedliche Anteile in uns haben unterschiedliche Ansprüche


Das Problem bei der Angst vor Entscheidungen ist oft, dass du viele verschiedene innere Stimmen in dir hast, die dich in unterschiedlichen Richtungen zerren und sich widersprechen. Daher kommt dieser Stuck-State.

Da ist das was du denkst, das du tun solltest. Dann was andere – Freunde, Familie, Partner, Kinder – von dir erwarten. Was die Gesellschaft von dir erwartet, was „man eben so macht“. Das was du dir selbst erhoffst und vielleicht nicht zutraust und so weiter. Kein Wunder, dass du da Angst vor Entscheidungen hast, in dem Ganzen Wirrwarr.

Doch letztendlich geht es immer nur darum was DU wirklich willst. Nicht deine Mutter, nicht deine Freunde – was willst du? Jede von uns ist zuallererst für sich selbst zuständig. Und zwar nur für sich selbst. Alle anderen Menschen müssen sich selbst glücklich machen, das ist nicht deine Aufgabe. So wie auch du dich selbst glücklich machen musst. Und deswegen solltest du versuchen die Stimme in dir zu finden, die zu dir gehört und auf sie zu hören.

Um hier mehr Klarheit zu finden, kannst du allen diesen verschiedenen Stimmen einen Platz geben, indem du einzeln auf Zettel schreibst, was sie dir sagen. Dividiere so die Standpunkte auseinander, dass jede auf einem eigenen Zettel steht. Dann legst du sie in einem Kreis um dich herum aus, und stellst dich nacheinander auf die Zettel und fühlst in dich hinein. Wo zieht es dich mehr hin? Was fühlst du? Wo fühlt es sich gut an und wo nicht?

Pro- und Contra-Liste mit Gewichtung

Eine weitere Technik aus dem Buch „Lieben Sie doch, wie Sie wollen“ von Maja Storch finde ich ebenfalls sehr hilfreich: Man schreibt eine Pro und Contra Liste und gewichtet diese Argumente dann noch einmal bewusst nach dem Gefühl, nicht mit dem Verstand!

Dazu muss man in sich hinein fühlen und auf die Körpersignale achten, die ein bestimmtes Pro- oder Contra-Argument in einem auslöst. Frage dich dann: wie wichtig ist mir dieser Aspekt? Kann ich damit leben oder ist das für mich absolut unverhandelbar? Und dann gehe einen Punkt nach dem anderen durch. Oft finden sich unter den Argumenten, die der Verstand findet auch welche, die vielleicht gar nicht so wichtig sind weil sie nicht zu dir gehören oder du stellst bei näherem Hinspüren fest, dass du auf diesen Punkt auf keinen Fall verzichten kannst und er alle anderen Gegenargumente aussticht.


Wichtig ist es nur, bewusst die Ratio außen vor zu lassen, denn mit einer Entscheidung wirst du nur glücklich wenn sie sich gut anfühlt, nicht wenn sie sich gut „denkt“. Oft sagen wir dazu auch „das hört sich gut an“, aber frag dich mal: fühlt es sich auch gut an? Was wir hören sind oft die Stimmen von anderen Menschen, das Bauchgefühl aber ist schon eher deines.

Wenn du trotzdem bei einer Entscheidung alleine nicht weiterkommst leite ich dich gerne mit weiteren tiefergehenden Coaching-Techniken an, um zu innerer Klarheit zu finden um eine gute Entscheidung für dich treffen zu können!

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